Archives de la catégorie Expositions / Presse

– Galerie Artraktion, Bern


bahnhof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

U-Bahnhof, Berlin, Acryl auf Papier, 50x49cm, 2003

Daniel Salzmann in der Galerie Artraktion

Er reist und schaut, mal zu seinen Füssen, mal zu den Dingen, mal in die Welt. Und malt, was er sieht oder mit dem Kameraauge festgehalten hat. Sinnlich.

In Bern zeigt er die Reise. In Quartiere, in den Barock, in gelbes Licht, ins Freibad, in Hinterhöfe und Gärten. Das Auge hat die Momente fokussiert, wo auch immer, die Kamera hat sie ausgeschnitten. Doch sie könne nur festhalten, sagt Daniel Salzmann (48), darum müsse er malen, was die Aufnahmen zeigen, um die abgebildeten Dinge gefühlsmässig wieder aufzuladen. Er präsentiert das Gemalte als Reihe von Arbeiten auf Papier, je 50 x 50 Zentimeter. Malerische Skizzen, nicht ‘zu Tode’ gemalte Bilder. Das Rund des Galerieraums macht sie zum Panorama. Was sie auszeichnet, ist die Gleichzeitigkeit des im Vorbeigehen Wahrgenommenen und dessen sinnliche Ausstrahlung – die Blicke der zwei Hunde im Käfig, das Rot im barocken Wappen, die üppigen Ranken des Fenstergitters, der Sprung des Knaben ins Wasser, das Gelb der sommerlichen Landschaft. Das Beliebige, die stete Gefahr subjektiver Reihungen, ist nicht nur durch den einen Blick des Müssiggängers gebannt, sondern – und das trifft das Gesamtwerk des Künstlers – durch formale Strukturen, durch Pinselschrift, Formrepetitionen (Streifen zum Beispiel) und Farbdialoge, die blutiges Rot, sonnenhaftes Gelb und wässriges Blau über Ränder und Bilder hinweg zusammenklingen lassen, ohne in ein Schema zu verfallen. Malen, so hat man den Eindruck, ist für den in Freiburg wohnenden Walliser nicht die Suche nach Dauer, sondern Reise.

Annelise Zwez, Kunstbulletin (Nr. 3/2004)

– Zeichnung im Raum. Installation in der Firma Strauss Elektroakustik GmbH Bern.

bild2tulperaumdetail2detail1

 

«Die Zeitgenossen erdachten ihr eine Seele. Sie sagten, sie drücke Eleganz und vornehme Nachdenklichkeit aus. Sogar ihr Gebrechen, den Mangel an Duft, hielt man für die Tugend der Enthaltsamkeit. In der Tat, ihre kühle Schönheit hat einen sozusagen introvertierten Charakter. Die Tulpe lässt sich bewundern, sie weckt aber keine heftigen Gefühle. Sie ist der Pfau unter den Blumen. So jedenfalls schrieben die höfischen ‘Gartenphilosophen’. Die Geschichte hat bewiesen, dass sie irrten.» Zbiginiew Herbert, Der Tulpen bitterer Duft, Suhrkamp, 1985

Installation in der Firma Strauss Elektroakustik GmbH Bern. Kohle auf 13 Papierbahnen à 300 x 150 cm.

– Villa Meier Severini, Zollikon
– Zentralsekretariat der SP Schweiz, Bern

– Le Cintra, Fribourg

 

La Liberté | 6.2.2002

Des toiles comme un journal intime généreux

Daniel Salzmann raconte le quotidien avec un souci d’essentiel et une expressivité joyeuse. Les Fribourgeois pourrent voir son travail dès demain, au bar du Cintra. Il y dédicacera son recueil «Dingfest» dès 18h30.

Florence Michel

C’est un journal d’hiver et divers, explique Daniel Salzmann. Il est né de l’observation quotidienne… du quotidien menée entre novembre 2000 et mars 2001. Le peintre avait décidé qu’une toile naîtrait chaque jour, il en a finalement gardé une cinquantaine. Ces huiles, qui ont toutes le même format de 24 centimètres sur 30, racontent les êtres, les objets, les fleurs, les animaux croisés: en portant sur elle un regard attentif, l’artiste a transfiguré ce que l’on appelle la banalité des jours. Il y a mis de l’amour, de la poésie et de l’humour, décalant les valeurs.

Ainsi, une chemise, un bouquet, le visage masqué d’un Palestinien vu dans un journal, des vol-au-vent, la main de Jean-Sébastien Bach, un produit de nettoyage et Paris dans une boule-qui-neige deviennent la quintessence instantanée d’une journée. Le journal est certes intime, mais traversé par la générosité du trait et les couleurs expressives de Daniel Salzmann – qui aime aussi bien Van Dongen que les haikus.

Histoires à inventer

L’artiste ne se contente pas de montrer son travail, il invite deux autres créateurs suisses à y glisser leurs mots: l’écrivain argovien Klaus Merz (reconnu pour ses reportages dans le magazine Du) et la poétesse romande Mousse Boulanger. Un choix de vingt-deux toiles, des textes en allemand et en français, voici un recueil délicieux qui déborde d’histoires à inventer. C’est Dingfest, que l’on peut traduire à la fois par «fête des choses» et par «mise au point»…

On pourra découvrir ce travail demain à Fribourg, au bar du Cintra où Daniel Salzmann, qui y a déjà un atelier, est sur le point d’emménager. Le Haut-Valaisan de 46 ans revient en quelque sorte à une de ses sources puisqu’il a étudié la pédagogie curative à l’Université de Fribourg avant de se consacrer à la peinture. Outre un premier prix au concours fribourgeois «Plum’Art» en 1989, il a exposé à plusieurs reprises dans la région avec le sculpteur Res Freiburghaus et, en solo, dans plusieurs galeries de Suisse.

– Galerie zur Matze, Stockalperschloss Brig
– Galerie Singlinglin Paris 
– Centre PasquArt, Biel

– Aarbergerhus Ligerz

– Kunsthaus Aarau

– Rebhaus Wingreis bei Twann

– Galerie Esther Münger Burgdorf 
– «Zwischennutzung» Trimbach/Olten

– Galerie Wohnzimmer Biel

 

Bieler Tagblatt/Seeländer Bote, 2. März 1996 Tagblatt/Seeländer Bote, 2. März 1996

Biel von seiner charmanten Seite

«Das I der Lockerung» tituliert Daniel Salzmann seinen ungewöhnlichen Stadtrundgang. Die Installation des Kunstmalers und Wahlbielers ist in der Galerie «Wohnzimmer» zu sehen.

David Tucker

Biel hat Charme. Eine Behauptung, die so manchen Neuankömmling vor den Kopf stösst. Was bitte soll diese Stadt im Nebelmeer charmant machen? «Die Leuchtreklamen!» meint der Kunstmaler Daniel Salzmann. Eine Antwort, die begründet sein will. Dies tut Salzmann mit seiner Installation, die ab heute in der Bieler Galerie «Wohnzimmer» zu sehen ist. Zur Erinnerung: Das «Wohnzimmer» hat mit einer Galerie im herkömmlichen Sinn nur wenig zu schaffen. Die jeweiligen Kunstschaffenden setzen sich mit einer inszenierten «guten Stube» auseinander, die alltäglicher nicht sein könnte. So auch Salzmann: Sein Eingriff in den seriellen Charakter unserer Innenwelt besteht lediglich aus Diaprojektor und Drehmechanismus. Über Polstergruppe, Wohnwand und Gummibaum lässt er die Bilder streichen, wellen und verzerrt wieder verschwinden; die Bilder unserer alltäglichen Aussenwelt: die Bieler Leuchtreklamen.

Schnipsel der Erinnerung
Seinen «verführerischen» Stadtrundgang versteht Salzmann als «Recherche du temps perdus». In dieser Stadt ist er einst geboren, seine Suche gilt den unbewusst verinnerlichten Bildern. An dieser Suche hat auch der Betrachter teil: Campari und Mido werden losgelöst von den Produkten zu Schnipseln der Erinnerung, Leuchtbuchstabe und Logo zu Memorykarten im Spiel des Wiedererkennens. Zweckentfremdet wandern die Schriftzüge durch den intimen Raum, und der Betrachter mit ihnen durch die Jahrzehnte. Vieles, was da angepriesen wird, gibt es längst nicht mehr zu kaufen. Salzmanns Rundgang durch Biel zeigt vermeintlich bekannte, oft nostalgische Bilder und weckt vielleicht auch Sehnsüchte. Er macht eine subtile Bestandesaufnahme von Emotionen, lässt einen – dem nüchternen Blick des Denkmalschutzes zum Trotz – das schräg an der Fassade hängende F, das von Spalten überzogene M über den Dächern als Chiffre Biels erkennen.